Die Kinder sind aus dem Haus – und jetzt?
Jahrzehntelang war der Alltag von einer Frage getragen: Was brauchen die Kinder? Termine, Schulwege, Sorgen, Gespräche am Küchentisch. Und dann ist es still.
Viele Eltern erleben diesen Moment doppelt. Da ist Erleichterung und auch Stolz — es hat funktioniert, die Kinder stehen auf eigenen Füßen. Und daneben ist etwas, das schwerer zu benennen ist. Ein Haus, das zu groß geworden ist. Ein Wochenende ohne Aufgabe. Eine Partnerschaft, die plötzlich ohne gemeinsames Projekt dasteht, und in der auffällt, wie lange man vor allem organisiert und wenig miteinander gesprochen hat.
Vielleicht kennen Sie das:
- Sie fragen sich, worüber Sie mit Ihrem Partner eigentlich reden, wenn die Kinder nicht mehr das Thema sind
- Sie vermissen Ihre Kinder und trauen sich kaum, das laut zu sagen
- Sie merken, wie sehr Sie sich über Ihre Rolle als Mutter oder Vater definiert haben
- Sie wissen nicht, wie viel Nähe zu Ihren erwachsenen Kindern richtig ist — und wann Sie sich heraushalten sollten
- Sie haben Zeit und wissen nicht wofür
Diese Phase hat den Ruf, eine Krise zu sein. Meiner Erfahrung nach ist sie vor allem eine Übergangszeit ohne Anleitung. Es gibt kaum Vorbilder dafür, wie man diese Jahre gestaltet, und wenig Gelegenheit, offen darüber zu sprechen — im Freundeskreis wird über den Auszug der Kinder meist erleichtert gelacht, nicht nachdenklich geredet.
In der Beratung schauen wir uns an, was in dieser Zeit tatsächlich verloren geht und was frei wird. Wir sortieren, was zu Ihnen gehört und was zur Rolle gehörte. Und wir klären, welche Beziehungen jetzt neu ausgehandelt werden wollen — zum Partner, zu den erwachsenen Kindern, zu sich selbst.
Manchmal reichen dafür wenige Gespräche. Es geht nicht darum, ein Problem zu beseitigen, sondern darum, wieder Bewegung in etwas zu bringen, das stillsteht.
Ein erstes Gespräch
Wenn Sie das Gefühl haben, dass das auf Sie zutrifft, rufen Sie mich an. Ein erstes Telefonat dauert etwa zwanzig Minuten, kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wir klären darin, ob und wie ich Ihnen weiterhelfen kann.