Wenn der Ruhestand die Partnerschaft verändert
Auf den Ruhestand bereitet man sich finanziell vor. Auf das, was er mit einer Beziehung macht, meistens nicht.
Über Jahrzehnte war der Tag geteilt. Einer ging aus dem Haus, einer blieb, oder beide gingen und trafen sich abends wieder. Diese Struktur hat die Beziehung getragen, ohne dass jemand darüber nachdenken musste. Jetzt fällt sie weg — und plötzlich sind zwei Menschen den ganzen Tag im selben Haus, mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen davon, wofür diese Zeit da ist.
Vielleicht kennen Sie das:
- Einer von Ihnen ist im Ruhestand, der andere noch nicht — und das erzeugt eine Schieflage
- Sie merken, dass Sie sich in Ihrem eigenen Zuhause in die Quere kommen
- Die Aufgaben im Haushalt werden neu verhandelt, meistens unausgesprochen
- Einer hat viele Pläne, der andere wollte vor allem Ruhe
- Der Beruf war ein großer Teil der Identität, und jetzt fehlt etwas, das sich schwer benennen lässt
- Sie fragen sich, wie die nächsten zwanzig Jahre aussehen sollen
Der Ruhestand ist einer der unterschätztesten Übergänge überhaupt. Er wird als Belohnung erzählt, und wer damit Schwierigkeiten hat, kommt sich undankbar vor. Deshalb wird darüber wenig gesprochen.
In der Beratung schauen wir uns an, was der Wegfall der Arbeit für Sie persönlich bedeutet und was er für Ihre Beziehung bedeutet — das sind zwei verschiedene Fragen. Wir klären, was jeder von Ihnen für diese Jahre braucht, wo gemeinsame Zeit gut tut und wo getrennte Zeit genauso wichtig ist. Und wir bringen zur Sprache, was bisher unausgesprochen ausgehandelt wurde.
Das lässt sich vorbereiten. Wenn Sie vor dem Ruhestand kommen, ist es oft leichter als danach.
Ein erstes Gespräch
Wenn Sie das Gefühl haben, dass das auf Sie zutrifft, rufen Sie mich an. Ein erstes Telefonat dauert etwa zwanzig Minuten, kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wir klären darin, ob und wie ich Ihnen weiterhelfen kann.