Wenn Sie für jemanden sorgen, dem es nicht gut geht
Wenn ein Mensch schwer krank ist oder es ihm seit Langem nicht gut geht, richtet sich alle Aufmerksamkeit auf ihn. Das ist richtig. Nur gibt es fast immer jemanden daneben, der die Situation am Laufen hält — und für den niemand zuständig ist.
Das kann ein Partner sein, ein erwachsenes Kind, das nicht auf die Beine kommt, ein Elternteil, das Pflege braucht. Was diese Situationen verbindet: Sie dauern lange. Sie lassen sich nicht abschließen. Und wer darin steht, hat kein eigenes Anliegen im Blick, weil er selbst ja nicht krank ist.
Vielleicht kennen Sie das:
- Ihr Alltag richtet sich seit Jahren nach dem Zustand eines anderen Menschen
- Sie haben aufgehört, eigene Pläne zu machen, weil sie ohnehin verschoben werden
- Sie fühlen sich schuldig, wenn Sie erschöpft sind — schließlich geht es dem anderen schlechter
- Sie sind wütend und dürfen das nicht sein
- Sie wissen nicht mehr, was Hilfe ist und was Sie nur noch aus Gewohnheit tun
- Ihr Umfeld fragt regelmäßig nach dem anderen und nie nach Ihnen
Für diese Situation gibt es kaum Angebote. Wer keine Diagnose hat, fällt durch die meisten Raster — obwohl die Belastung real ist und über Jahre geht.
In der Beratung geht es ausschließlich um Sie. Wir schauen an, was Sie tragen, welche Rolle Sie in dieser Konstellation übernommen haben und wie sie entstanden ist. Wir klären, wo Ihre Unterstützung tatsächlich hilft und wo sie inzwischen etwas aufrechterhält, das sich verändern müsste. Und wir suchen nach Möglichkeiten, wie Sie da sein können, ohne sich selbst zu verlieren.
Sie müssen dafür niemanden mitbringen und nichts über den anderen entscheiden.
Ein erstes Gespräch
Wenn Sie das Gefühl haben, dass das auf Sie zutrifft, rufen Sie mich an. Ein erstes Telefonat dauert etwa zwanzig Minuten, kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wir klären darin, ob und wie ich Ihnen weiterhelfen kann.